Nagomi
Wer steckt hinter Nagomi

Ich bin Till. Nagomi ist das, was mir selbst gefehlt hat.

Ich lebe in Hamburg, arbeite seit vielen Jahren mit Menschen und war selbst lange der, der abends noch mehrfach aufs Display geschaut hat, obwohl nichts kam.

Till Sippel
Gründer · Nagomi
Porträt Till Sippel

Qualifikationen

Master of Education
Sport und Biologie
Sechs Jahre
Berufserfahrung als Lehrkraft
Fünf Jahre Teamleiter
bei der Wandermut GmbH
Psychologischer Berater und Coach
Zertifiziert
Mentaltrainer
Zertifiziert
Digital Detox Coach
Zertifiziert
Professioneller Sprecher
Stimme und Moderation
Sprachen
Deutsch, Englisch und Spanisch fließend / Grundkenntnisse in Italienisch und Französisch

Die längere Fassung

Neun Stationen, der Reihe nach. Klicke auf die einzelnen Fenster, um mehr zu erfahren.

Ich komme aus Otterndorf an der Nordseeküste, und seit ich denken kann standen Sport und Natur bei mir an erster Stelle.

Daraus entwickelte sich ein Sport- und Biologie-Studium in Münster. Es folgten sechs Jahre Arbeit als Lehrkraft an Schulen in Hamburg und Umgebung sowie nebenberufliche Tätigkeiten in verschiedenen Unternehmen.

Parallel dazu leite ich seit fünf Jahren als Teamleiter Abenteuer-Reisen in die entlegensten Gebiete der Welt.

  • Mit Nomaden durch die Sahara in Marokko.
  • Auf der Suche nach verlassenen Gebäuden der Chachapoya-Ureinwohner im Amazonas-Regenwald in Peru.
  • Beim Überleben auf einer einsamen Insel bei Panama mit nichts als dem, was wir dort gefunden haben.
  • Auf der Suche nach Höhlenmalereien in Algerien.
  • Zu Pferd mit kasachischen Adlerjägern durch die Mongolei.
  • Bei der Lieferung von Hilfsgütern in entlegene Gebiete des Himalaya in Nepal.
  • In einem Kanu vorbei an First-Nations-Gebieten über einen Nebenarm des Yukon River in Kanada.

An all diesen Orten gab es kein Netz. Und an all diesen Orten passierte dasselbe.

Die ersten Stunden sind unruhig, manche greifen noch reflexhaft in die Tasche. Dann wird es still, und dann fangen die Menschen an zu reden. Nicht über Nachrichten, sondern über sich. Jeder beginnt, seine eigenen Themen zu bearbeiten - die, die zu Hause immer erst nach dem nächsten Video dran gewesen wären. Die Gruppen kommen anders zurück, als sie losgefahren sind: wacher, ruhiger, näher an sich und aneinander.

Ich hatte selbst eine schwierigere Zeit, aus der ich mich herausgekämpft habe. Ich bin daran gewachsen, und habe gemerkt, was wirklich zählt: die Verbindung zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur Natur. Seit jeher liegt mir die mentale Gesundheit anderer Menschen am Herzen. Ich weiß, wie schnell sie unter etwas verschwindet, das von außen harmlos aussieht.

In Nepal habe ich am deutlichsten verstanden, was es bedeutet wirklich bei sich zu sein. Menschen, die materiell wenig haben, sind dort im Moment - nicht als Übung, sondern weil es keinen Grund gibt, woanders zu sein. Innere Zufriedenheit hing dort an einer Mahlzeit, einem Weg, einem Gespräch. Ich habe daraufhin nicht angefangen, weniger zu wollen. Ich habe angefangen wertzuschätzen, was ich alles habe.

Denn das Leben rauscht an uns vorbei. Durch die ständige Ablenkung und die Jagd nach dem nächsten kleinen Dopamin-Reiz merken wir gar nicht mehr, was uns wirklich glücklich und ausgeglichen macht. Emotionen finden abgeschwächt statt: Die Freude, die man als Kind empfunden hat, vor Social Media und vor den Stunden am Bildschirm, kommt nur noch gedämpft an. Gleichzeitig richtet Social Media unseren Blick auf das Negative, und im eigenen Kopf wird es dann größer als es eigentlich sein müsste.

Um daran arbeiten zu können, habe ich berufsbegleitend noch einmal studiert: Ich bin zertifizierter Psychologischer Berater und Coach und habe zudem eine Ausbildung zum Mentaltrainer durchlaufen. Das ist, neben vielen Jahren des Studierens psychologischer sowie persönlichkeitsentwickelnder Inhalte, die Grundlage für die Gespräche, die an einem ECHTZEIT-Tag entstehen. Mein Angebot ist ausdrücklich keine Therapie: Wenn jemand etwas anderes braucht als das, was ich zu anzubieten habe, verweise ich weiter.

Mit Nagomi bringe ich das zusammen, was mir immer wichtig war und was meiner Meinung nach einen der stärksten positiven Effekte auf unsere Psyche hat: Natur, Sport, die Arbeit mit Gruppen und das Wissen darüber, was in uns passiert, wenn der Bildschirm einmal aus bleibt. Man braucht dafür keine Reise ans andere Ende der Welt. Oft reicht ein gut genutzter Tag.

Was ich nicht sein will: der Typ, der von der Bühne erklärt, dass Smartphones das neue Rauchen sind. Die Geräte sind nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir aufgehört haben zu entscheiden, wie wir sie nutzen. Genau da setzt Nagomi an.

Was bedeutet Nagomi?

Nagomi ist ein japanisches Wort für Ruhe, emotionale Balance und friedliche Harmonie. Anders als „Entspannung“ beschreibt es keinen Zustand, in dem nichts passiert. Es beschreibt ein Gleichgewicht, das entsteht, wenn Gegensätze nebeneinander Platz haben: Anspannung und Ruhe, Nähe und Alleinsein, Anstrengung und Nichtstun.

Genau darin liegt der Unterschied zu dem, was uns sonst versprochen wird. Wir sollen uns entscheiden - mehr Leistung oder mehr Erholung, immer erreichbar oder komplett offline. Nagomi geht davon aus, dass Zufriedenheit nicht am einen oder anderen Ende entsteht, sondern in dem Verhältnis, in dem beides zueinander steht. Man muss nichts abschaffen. Man muss es ins Gleichgewicht bringen.

Deshalb heißt mein Projekt so. Es geht nicht darum, das Handy zum Feind zu erklären oder ein Leben ohne Bildschirm zu propagieren. Es geht um das Verhältnis: wie viel Aufmerksamkeit nach außen geht und wie viel bei dir bleibt, wie viel Zeit am Gerät hängt und wie viel bei anderen Menschen und draußen. Ein Echtzeit-Tag stellt dieses Verhältnis für acht Stunden auf die andere Seite, damit du den Unterschied spürst statt ihn nur zu kennen. Was danach bleibt, ist keine Regel, sondern ein Maß. Du weißt, wie es sich anfühlt, wenn es stimmt - und merkst früher, wenn es kippt.

Bei Nagomi geht es nicht darum mit Yoga, Bogenschießen, Tauziehen oder DIY-Projekten für Ablenkung zu sorgen, sodass man das Handy zwischenzeitlich vergisst. Denn dies mag sicherlich für viele Menschen den selben Effekt wie zwei Wochen Urlaub haben - aber nachhaltig ist es nicht. Ich habe auf sämtlichen Abenteuer-Reisen, die ich als Teamleiter begleitet habe, den positiven Effekt von handyfreier Zeit hautnah erlebt. Sobald wir jedoch wieder in der urbanen Umgebung ankamen, waren die meisten Teilnehmer*innen nicht mehr vom Handy wegzukriegen.

Die Erkenntnis, dass man das Handy weniger häufig braucht, als man denkt und wie gut es tut nicht erreichbar zu sein, wirkt in der Regel noch ein bis zwei Wochen nach. Doch dann ist alles wieder wie zuvor: Tagsüber bei der Arbeit vor dem Bildschirm und abends Doomscrolling. Nagomi ist nachhaltig. Es geht darum eine gesunde Balance zwischen Handyverzicht und -nutzung zu schaffen und die Kontrolle über ebendiesen Gebrauch zurückzuerlangen.

nagomi - Less noise. More life.

Lernen wir uns kennen.

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